Ratgeber · 5 Minuten Lesezeit

Das Bewerbungsfoto, das zu dir passt

Ein gutes Bewerbungsfoto zeigt dich aktuell, freundlich und so gekleidet, wie du im neuen Job auftreten würdest. Bewährt haben sich ein Hochformat mit Kopf und Schultern, ein ruhiger Hintergrund und ein offener Blick in die Kamera. Das Foto ist in Österreich oft Teil des Lebenslaufs, Pflicht ist es nicht. Wenn du eines verwendest, sollte es professionell sein.

Frau mit langen dunklen Haaren im beigen Blazer lehnt an einer grauen Wand

Brauche ich überhaupt ein Bewerbungsfoto?

In Österreich gehört ein Foto zum Lebenslauf weiterhin oft dazu, vorgeschrieben ist es nicht. In Deutschland verzichten viele Bewerbungen darauf, seit das Gleichbehandlungsgesetz Benachteiligung wegen Alter, Herkunft oder Geschlecht verbietet. In Großbritannien und den USA ist ein Foto im Lebenslauf unüblich.

Für Bewerbungen in Österreich gilt deshalb: Ein Foto ist kein Muss, aber ein gutes Foto ist ein Vorteil. Es macht aus einem Lebenslauf einen Menschen. Ein schlechtes Foto schadet dagegen mehr, als gar keines zu schicken.

Spätestens nach der Bewerbung schaut die Personalabteilung ohnehin nach. Sie öffnet dein LinkedIn-Profil und sieht dort dein Profilbild. Ob du es im Lebenslauf verwendest oder nicht: Ein aktuelles, professionelles Foto von dir brauchst du.

Was ein gutes Bewerbungsfoto heute ausmacht

Das klassische Passbild vor grauem Tuch wirkt heute steif. Gefragt sind Fotos, die professionell und zugänglich zugleich sind. Diese Punkte entscheiden:

  • Format: Hochformat, Kopf und Schultern, etwas Luft über dem Kopf. Im Lebenslauf steht das Foto oben rechts oder in der Seitenleiste, dort braucht es ein klares Gesicht.
  • Blick: direkt in die Kamera, freundlich und wach. So entsteht der Eindruck eines Gesprächs.
  • Ausdruck: ein echtes Lächeln oder ein ruhiger, offener Blick. Ein erzwungenes Lächeln wirkt angespannt.
  • Hintergrund: einfarbig oder unscharf, mit genug Kontrast zu deinen Haaren. Eine glatte Hauswand oder ein heller Raum reichen.
  • Licht: gleichmäßig auf beiden Gesichtshälften, am besten Tageslicht durch ein großes Fenster.
  • Aktualität: nicht älter als ein, zwei Jahre. Wer dich im Bewerbungsgespräch sieht, soll dich sofort erkennen.

Ein Portrait im Freien oder in einem hellen Raum wirkt meist zugänglicher als eines im Studio. Bianca fotografiert deshalb vor Ort, an einem Platz, der zu dir passt.

Kleidung für das Bewerbungsfoto nach Branche

Die Faustregel: Zieh an, was du am ersten Arbeitstag in der neuen Stelle tragen würdest, und zwar die gepflegte Version davon.

  • Bank, Recht, Beratung: Sakko oder Blazer, Hemd oder Bluse in ruhigen Farben. Krawatte nur, wenn sie in der Branche üblich ist.
  • Soziales, Gesundheit, Bildung: gepflegte Alltagskleidung, etwa ein Pullover oder eine Bluse. Zu förmlich wirkt hier schnell distanziert.
  • Kreativbranche und Start-ups: deine eigene Handschrift ist erlaubt. Achte trotzdem auf ruhige Stoffe ohne große Logos.

Unifarbene Stoffe wirken auf Fotos ruhiger als feine Muster. Mehr Tipps zu Farben, Passform und Details stehen im Ratgeber Was ziehe ich zum Business-Fotoshooting an?

Junger Mann mit Bart im weißen Hemd lehnt lächelnd an einem Geländer, Stadt im Hintergrund
Ein helles Hemd, ein ruhiger Hintergrund und ein offener Blick: Das wirkt auch ohne Sakko professionell.

Häufige Fehler beim Bewerbungsfoto

Viele Bewerbungsfotos scheitern an denselben Punkten. Diese solltest du vermeiden:

  • Ausgeschnittene Urlaubs- oder Gruppenfotos. Man sieht fast immer, dass das Bild aus einem anderen Zusammenhang stammt.
  • Selfies. Sie wirken privat, und die Nähe der Handykamera verändert die Proportionen im Gesicht.
  • Veraltete Fotos. Ein Foto von vor zehn Jahren weckt Erwartungen, die im Gespräch nicht stimmen.
  • Starke Filter und Retusche. Haut darf Struktur haben. Ein Gesicht ohne Falten wirkt künstlich.
  • KI-generierte Bilder. Sie sehen dir ähnlich, aber nicht gleich. Warum das Vertrauen kostet, steht im Artikel Echte Fotos statt KI.

Ein Foto für mehr als die Bewerbung

Ein gutes Bewerbungsfoto ist im Kern ein Business-Portrait. Du kannst es auch für LinkedIn, für deine E-Mail-Signatur und später für die Teamseite deines neuen Arbeitgebers verwenden. Darum lohnt es sich, gleich ein paar Varianten machen zu lassen: lachend und ernst, mit und ohne Sakko, im Hoch- und im Querformat.

Bianca fotografiert Business-Portraits in Wien vor Ort, nicht vor der Studiowand. Sie sagt dir genau, wie du stehen und wohin du schauen sollst, und sie fotografiert so lange, bis dein Blick freundlich und sicher wirkt. Mehr dazu auf der Seite Business-Portrait in Wien. Worauf es beim Foto für LinkedIn ankommt, liest du im Ratgeber zum LinkedIn-Profilbild.

Häufige Fragen

Ist ein Bewerbungsfoto in Österreich Pflicht?

Nein. Ein Foto im Lebenslauf ist in Österreich üblich, aber freiwillig. Eine Bewerbung ohne Foto ist vollständig. Wenn du eines verwendest, sollte es aktuell und professionell sein.

Welches Format hat ein Bewerbungsfoto?

Üblich ist ein Hochformat mit Kopf und Schultern. Eine feste Größe gibt es nicht. Im Lebenslauf sollte das Foto groß genug sein, dass dein Gesicht gut erkennbar ist, ohne die Seite zu dominieren.

Soll ich auf dem Bewerbungsfoto lächeln?

Ein freundliches, echtes Lächeln wirkt in fast allen Branchen positiv. Wichtig ist, dass es nicht aufgesetzt ist. Ein ruhiger, offener Blick ist besser als ein gezwungenes Lachen.

Kann ich ein Selfie als Bewerbungsfoto verwenden?

Davon ist abzuraten. Die kurze Distanz verzerrt das Gesicht, Licht und Hintergrund sind selten ruhig. Ein Selfie wirkt dadurch improvisiert, gerade in einer Bewerbung, in der du dich von deiner besten Seite zeigen willst.

Kann ich mein Bewerbungsfoto auch für LinkedIn verwenden?

Ja, wenn es aktuell ist und dein Gesicht im kleinen runden Zuschnitt gut erkennbar bleibt. Ein einheitliches Foto in Lebenslauf, LinkedIn und E-Mail-Signatur sorgt dafür, dass man dich überall wiedererkennt.

Lass uns über deine Bildwelt reden.

Im kostenlosen Erstgespräch klärst du mit Bianca, welche Bilder du brauchst und ob der Ganztag zu dir passt.