Ratgeber · 5 Minuten Lesezeit

Was ziehe ich zum Business-Fotoshooting an?

Zum Business-Fotoshooting ziehst du an, was du auch bei einem wichtigen Termin mit Kundinnen tragen würdest, nur eine Spur gepflegter. Unifarbene Stoffe, eine gute Passform und Farben, die zu dir und deiner Marke passen, wirken auf Fotos ruhig und klar. Bring zwei bis drei Outfits mit, damit unterschiedliche Bilder entstehen.

Frau mit kurzem Haar im hellen Blazer und Halstuch vor grauem Hintergrund

Die Grundregel: Zieh an, was zu deiner Arbeit passt

Deine Fotos sollen zeigen, wer deine Kundinnen in der Zusammenarbeit erwartet. Eine Coachin, die ihre Klientinnen im Strickpullover in der Praxis empfängt, wirkt im Kostüm fremd. Ein Unternehmensberater, der mit Vorständen verhandelt, braucht dagegen eher ein Sakko als einen Hoodie.

Frag dich deshalb: Was trage ich an einem guten Arbeitstag, an dem ich mich wohlfühle? Davon nimmst du die gepflegte Version. Neue Kleidung, die du noch nie getragen hast, ist ein Risiko. Oft merkst du erst beim Shooting, dass sie zwickt oder beim Sitzen Falten wirft.

Wohlfühlen ist kein Luxus, man sieht es auf den Bildern. Wer sich in seiner Kleidung sicher fühlt, bewegt sich freier, und genau das macht Fotos lebendig.

Welche Farben und Muster funktionieren auf Business-Fotos?

Unifarbene Kleidung ist die sichere Wahl. Sie lenkt den Blick auf dein Gesicht und funktioniert vor fast jedem Hintergrund. Gedeckte Töne wie Navy, Grau, Beige, Salbei oder Bordeaux wirken ruhig, kräftige Farben setzen Akzente.

Bei Mustern gilt: groß und klar ja, klein und dicht nein. Feine Streifen, kleine Karos und Hahnentritt flimmern auf dem Bildschirm, weil sie mit dem Raster des Kamerasensors kollidieren. Fachleute nennen diesen Effekt Moiré. Große Logos und Schriftzüge lenken ab und lassen deine Bilder schnell alt aussehen.

Du weißt nicht, welche Farbe dir steht? Halte zwei Oberteile vor dem Spiegel nacheinander ans Gesicht, idealerweise bei Tageslicht. Die Farbe, bei der deine Haut frischer wirkt und Schatten unter den Augen weniger auffallen, ist die richtige.

Denk auch an deine Marke. Hast du Markenfarben auf Website und Unterlagen, greif eine davon in einem Kleidungsstück auf. So wirken Fotos und Website wie aus einem Guss, ohne gewollt auszusehen. Wie Bilder und Marke zusammenspielen, liest du im Artikel zur Bildwelt für Coaches.

Kleidung für Business-Fotos: was gut funktioniert und was du eher vermeidest
Gut geeignetEher vermeiden
Unifarbene StoffeFeine Streifen, kleine Karos, Hahnentritt
Matte Stoffe wie Baumwolle, Wolle, ViskoseStark glänzende Materialien
Kleidung, die im Stehen und Sitzen gut sitztZu weite oder zu enge Teile
Ein Schmuckstück, das zu dir gehörtGroße Logos und Schriftzüge
Farben deiner MarkeNeonfarben, die Farbstiche ins Gesicht werfen

Passform, Stoffe und Details

Die Kamera zeigt jede Falte im Stoff. Bügle oder dämpfe deine Kleidung am Vortag und transportiere sie hängend, nicht gefaltet in der Tasche. Matte Stoffe fotografieren sich ruhiger als glänzende, weil sie das Licht weniger zurückwerfen.

Achte auf die Passform im Sitzen. Viele Business-Fotos entstehen am Tisch, auf einem Sofa oder in einem Sessel. Ein Sakko, das im Stehen gut sitzt, kann im Sitzen spannen. Probier deine Outfits deshalb vorher im Sitzen vor dem Spiegel.

Bei Schmuck reicht ein Stück, das zu dir gehört: eine Uhr, eine Kette, Ohrringe. Wenn du im Alltag eine Brille trägst, behalte sie auch auf den Fotos auf. Lichtreflexe auf den Gläsern entfernt Bianca in der Retusche mit moderner Software.

Schuhe vergessen viele. Sobald Ganzkörperbilder oder Szenen im Sitzen entstehen, sind sie im Bild. Saubere, zum Outfit passende Schuhe ersparen dir, später ein gelungenes Foto aussortieren zu müssen.

Wie viele Outfits brauche ich für ein Business-Fotoshooting?

Für ein kurzes Portrait-Shooting reichen ein bis zwei Outfits. Bei einem längeren Termin lohnt sich mehr Auswahl, weil du die Bilder ein ganzes Jahr lang nutzt. Wechselnde Kleidung sorgt dafür, dass deine Beiträge auf LinkedIn nicht alle wie aus derselben Minute aussehen.

Beim Ganztag für Coaches wechselt ihr im Lauf des Tages mehrmals den Ort. Plane pro Ort ein Outfit, das zur Umgebung passt: im Büro eher Blazer, im Café ein Strickteil, draußen eine Jacke oder einen Mantel.

Flexibel bleibst du mit Schichten. Ein Sakko oder Blazer über einem schlichten Shirt ergibt zwei Looks: einmal formeller, einmal ohne Jacke lockerer. Welche Kombinationen zu deiner Positionierung passen, klärt ihr im Vorgespräch.

Ein Tipp für die Auswahl: Leg alle Outfits nebeneinander aufs Bett und mach ein Handyfoto davon. Auf dem Foto siehst du sofort, ob die Farben zueinander passen oder ob ein Teil herausfällt.

Business-Portrait eines Mannes mit Bart im hellen Hemd, sitzend an einem Ufer mit Booten
Ein helles Hemd ohne Muster: schlicht, gepflegt und passend zum Ort am Wasser.

Checkliste für den Vortag

Mit dieser Liste packst du in Ruhe und musst am Shootingtag nichts improvisieren:

  1. Outfits komplett zusammenstellen, inklusive Schuhe, Gürtel und Schmuck.
  2. Alles bügeln oder dämpfen und auf Kleiderbügeln transportieren.
  3. Fusselrolle, Haarspange, Puder und Lippenpflege einpacken.
  4. Ein Ersatzshirt mitnehmen, falls beim Mittagessen etwas danebengeht.
  5. Brille putzen und, falls vorhanden, eine zweite Fassung einpacken.
  6. Neue Frisur oder neue Haarfarbe nicht direkt vor dem Shooting ausprobieren.

Wie der Shootingtag selbst abläuft und was dich je nach Paket erwartet, steht im Ratgeber So läuft ein Fotoshooting mit Bianca ab.

Und dann: früh schlafen gehen. Ausgeruht wirkst du entspannter, und das zählt mehr als jedes Kleidungsstück. Und falls dich die Kamera nervös macht: Wie du vor der Kamera locker wirst, liest du im Ratgeber zum Business-Portrait für Frauen.

Wenn du nur ein klassisches Portrait für Website und Profil brauchst, findest du die Details auf der Seite Business-Portrait in Wien. Für Fragen zu deinem Termin erreichst du Bianca über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Welche Farben sollte ich beim Business-Foto vermeiden?

Vermeide sehr feine Muster, Neonfarben und große Logos. Reines Weiß und tiefes Schwarz verlieren bei schwierigem Licht leicht Details. Gebrochene Töne wie Creme oder Anthrazit sind unkomplizierter.

Sakko oder Blazer: muss das beim Business-Portrait sein?

Nein. Ein Sakko oder Blazer passt, wenn du ihn bei der Arbeit trägst. Bring ihn trotzdem mit, wenn du unsicher bist: Mit und ohne Jacke entstehen zwei unterschiedliche Looks.

Darf ich beim Business-Fotoshooting Jeans tragen?

Ja, wenn Jeans zu deinem Arbeitsalltag passen. Wähle eine dunkle Waschung ohne Risse und mit guter Passform. Kombiniert mit Blazer oder Strick wirkt sie gepflegt und trotzdem nahbar.

Soll ich mich für die Fotos schminken?

Schmink dich so, wie du dich im Alltag wohlfühlst, eher dezent. Puder hilft gegen glänzende Haut. Hautunreinheiten retuschiert Bianca, Falten, Lachfalten und dein Ausdruck bleiben.

Wie viele Outfits brauche ich für einen ganzen Shootingtag?

Plane ein Outfit pro Ort und ergänze Schichten wie Blazer, Strickjacke oder Mantel. So bekommst du viele unterschiedliche Bilder, ohne einen Koffer voller Kleidung mitzunehmen.

Lass uns über deine Bildwelt reden.

Im kostenlosen Erstgespräch klärst du mit Bianca, welche Bilder du brauchst und ob der Ganztag zu dir passt.