Ratgeber · 8 Minuten Lesezeit
Bildwelt für Coaches: 30 Motive für ein ganzes Jahr
Für ein Jahr Website, LinkedIn, Newsletter und Social Media brauchen Coaches rund 30 verschiedene Motive: Portraits, Arbeitsszenen, Details, Bilder von Bühne und Webinar und einige persönliche Momente. Die Liste unten nennt jedes Motiv mit dem Kanal, für den es sich eignet. Damit planst du ein Personal Branding Shooting, aus dem eine ganze Bildwelt entsteht.

Warum Coaches mehr als ein Portrait brauchen
Ein einzelnes Profilbild reicht für ein LinkedIn-Profil. Sobald du regelmäßig Beiträge schreibst, einen Newsletter verschickst oder Webinare anbietest, brauchst du laufend passende Bilder. Erscheint immer dasselbe Portrait, scrollen deine Leserinnen weiter.
Rechne kurz nach: ein LinkedIn-Beitrag pro Woche, ein Newsletter alle zwei Wochen, dazu Instagram und einige Webinar-Einladungen. Im Jahr kommen so leicht mehr als hundert Anlässe für ein Bild zusammen. Mit 30 gut gewählten Motiven in mehreren Varianten und Formaten deckst du sie ab, ohne dass es eintönig wirkt.
Eine Bildwelt heißt: Alle Fotos passen zusammen. Gleiche Lichtstimmung, wiedererkennbare Farben, dieselbe Haltung. Deine Kundinnen erkennen deine Beiträge, bevor sie deinen Namen lesen.
Bilder tragen außerdem Informationen, die Text nicht liefern kann. Ein Foto aus deiner Praxis zeigt, wie der Raum aussieht, in dem deine Klientin sitzen wird. Eine Szene beim Zuhören zeigt, wie du ihr begegnest. Das senkt die Hemmschwelle vor dem ersten Termin.
Worin sich eine solche Serie von einem klassischen Portrait unterscheidet, erklärt der Vergleich Personal Branding oder Business-Portrait.
Wichtig ist auch, dass deine Kundinnen echte Szenen sehen und keine generierten Gesichter. Warum das für Coaches zählt, liest du im Artikel über echte Business-Fotos statt KI.
30 Motive für deine Bildwelt
Die Motive sind in fünf Gruppen sortiert. Nicht jedes passt zu jeder Coachin. Streich, was nicht zu deiner Arbeit gehört, und ergänze, was typisch für dich ist.
Für jedes Motiv lohnt es sich, mehrere Varianten zu fotografieren: hoch und quer, nah und weit, mit und ohne Blick in die Kamera. So wird aus einem Motiv eine Handvoll Bilder, die sich trotzdem unterscheiden.
Portraits
- Klassisches Portrait mit Blickkontakt. Ruhig, freundlich, Oberkörper im Hochformat. Einsatz: LinkedIn-Profilbild, Über-mich-Seite der Website.
- Lachendes Portrait. Ein echtes Lachen, kein gestelltes Lächeln. Einsatz: Startseite der Website, Instagram.
- Portrait mit Platz für Text. Du stehst seitlich im Bild, daneben bleibt eine ruhige Fläche. Einsatz: Website-Header, Webinar-Einladung.
- Ganzkörper im Querformat. Zeigt Haltung und Stil. Einsatz: Website, Titelbild auf LinkedIn.
- Nachdenkliches Portrait mit Blick zur Seite. Für ernstere Themen. Einsatz: Newsletter, LinkedIn-Beiträge mit Tiefgang.
- Portrait in Bewegung. Gehend, auf einer Treppe, im Wind. Einsatz: Instagram, Website.
- Quadratisches Nahportrait. Gesicht und Schultern, klarer Hintergrund. Einsatz: Profilbilder auf allen Plattformen, Absenderbild im Newsletter.
Arbeitsszenen
- Im Gespräch mit einer Klientin. Die Klientin von hinten oder unscharf im Bild. Einsatz: Angebotsseite der Website, LinkedIn.
- Beim Zuhören. Nahaufnahme deines Gesichts, während jemand spricht. Einsatz: LinkedIn-Beiträge über deine Arbeitsweise.
- Am Flipchart oder Whiteboard. Du erklärst ein Modell oder eine Methode. Einsatz: Webinar-Einladung, LinkedIn.
- Am Laptop in einer Online-Session. Einsatz: Website für Online-Coaching, Newsletter.
- Beim Vorbereiten mit Notizbuch. Einsatz: Newsletter, Instagram.
- Walk and Talk im Freien. Gesprächsszene beim Gehen, etwa im Park. Einsatz: Website, Instagram.
- Workshop mit einer Gruppe. Du leitest, die Gruppe arbeitet mit. Einsatz: Website, LinkedIn.
- Unterwegs zwischen zwei Terminen. Mit Tasche, Kaffee oder Telefon. Einsatz: Instagram Stories, Newsletter.
Details
- Hände beim Erklären. Gesten zeigen Energie, ohne dass dein Gesicht im Bild sein muss. Einsatz: LinkedIn-Beiträge, Newsletter.
- Kaffeetasse und Notizbuch auf dem Tisch. Einsatz: Instagram, Newsletter-Header.
- Deine Arbeitsmaterialien. Karten, Bücher, Methodenkoffer. Einsatz: Methodenseite der Website, Instagram.
- Eingang oder Türschild deiner Praxis. Einsatz: Kontaktseite der Website, Newsletter bei Ankündigungen.
- Raumdetail. Sessel, Pflanze, Licht am Fenster. Einsatz: Website, Instagram.
- Ein Accessoire, das zu dir gehört. Brille, Schmuck, Schuhe. Einsatz: Instagram, Newsletter.
Bühne und Webinar
- Vortrag vor Publikum. Einsatz: Speaker-Seite der Website, LinkedIn.
- Im Austausch mit dem Publikum. Fragen, Lachen, Applaus. Einsatz: LinkedIn, Website.
- Webinar-Setup. Du vor Kamera und Licht, bereit für den Start. Einsatz: Webinar-Einladung, Instagram.
- Querformat mit Platz für einen Titel. Einsatz: Webinar-Einladung, Newsletter.
- Am Mikrofon. Für Podcast-Folgen und Interviews. Einsatz: LinkedIn, Instagram, Newsletter.

Persönliches
- An deinem Lieblingsort. Mit deinem Hund, im Garten, am Wasser. Einsatz: Über-mich-Seite der Website, Instagram.
- Bei einem Hobby. Laufen, Radfahren, Kochen. Einsatz: Instagram, Newsletter.
- In deinem Grätzl. Die Straße, das Café, der Markt, die zu dir gehören. Einsatz: Website, LinkedIn.
- Ein Moment zum Feiern. Du jubelst oder stößt an. Einsatz: Instagram, Newsletter und LinkedIn bei Meilensteinen.
So planst du das Jahr mit deinen Bildern
Nach dem Shooting hast du viele Fotos. Damit du im Alltag schnell das passende findest, hilft eine klare Ordnung:
- Ordner nach Gruppen: Portraits, Szenen, Details, Bühne, Persönliches. So findest du in Sekunden ein Bild für den nächsten Beitrag.
- Ordner nach Format: Hochformat für Instagram und Stories, Querformat für Website und Newsletter, Quadrat für Profilbilder und Feeds.
- Abwechseln: Wechsle zwischen Gesicht, Szene und Detail. Ein Detailbild lockert eine Reihe von Portraits auf.
- Wiederverwenden: Ein starkes Bild darf nach einigen Monaten wieder erscheinen, mit neuem Text oder in einem anderen Ausschnitt.
Ein Redaktionsplan hilft zusätzlich. Wenn du weißt, worüber du im nächsten Quartal schreibst, ordnest du jedem Thema zwei oder drei Bilder zu. Ein Beitrag über Grenzen bekommt das nachdenkliche Portrait, die Ankündigung eines Workshops die Szene am Flipchart.
Denk auch an die Jahreszeiten. Ein Shooting im Frühling liefert helles Licht und leichte Kleidung. Wenn du im Winter Bilder brauchst, die zur Jahreszeit passen, nimm einen Mantel oder eine Jacke als zweites Outfit mit. Mehr dazu im Ratgeber zum Outfit fürs Business-Fotoshooting.
Wie ein Shooting-Tag für Coaches abläuft
Diese Liste stammt aus der Praxis: Bianca fotografiert seit 2012 Menschen und hilft Coaches seit 2023 als Mentorin für Sichtbarkeit, nach der Ausbildung ihre Botschaft zu finden. Beides fließt in ihr Fotoshooting für Coaches ein.
- Vorgespräch: Ihr klärt deine Positionierung, deine Zielgruppe und die Bildideen. Aus der Motivliste oben entsteht deine persönliche Liste.
- Ein Tag, mehrere Schauplätze: Die Motive aus dieser Liste entstehen nacheinander, mit Pausen und Outfitwechseln, damit am Ende jede Kategorie gefüllt ist.
- Behutsame Retusche: Spiegelungen, Pickel und Kabel im Hintergrund verschwinden, Lachfalten bleiben.
- Alle gelungenen Fotos: Du bekommst alle gelungenen Bilder in Hoch-, Quer- und Quadratformat, genug für ein Jahr.
Und wenn du denkst, Szenen aus deinem Alltag seien zu unspektakulär: Genau die wirken auf Klientinnen am glaubwürdigsten.

So bereitest du dich vor
- Markiere in der Liste die Motive, die zu dir passen, und ergänze eigene Ideen.
- Kläre die Orte: Darfst du im Café fotografieren, ist deine Praxis vorbereitet, gibt es in der Nähe einen Platz im Freien?
- Bitte eine Freundin oder Kollegin, für die Gesprächsszenen dazuzukommen. Eine echte Klientin brauchst du dafür nicht.
- Pack zwei bis drei Outfits ein und die Arbeitsmaterialien, die du in deinen Sessions verwendest.
- Wenn ein Vortrag oder Workshop ansteht, entstehen die Bühnenbilder am besten dort. Dafür eignet sich eine Eventfotografie beim echten Termin.
Wenn du deine Bildwelt planen willst, schreib Bianca über das Kontaktformular. Im Vorgespräch geht ihr die Motive gemeinsam durch.
Häufige Fragen
Wie viele Fotos brauche ich als Coach für ein Jahr?
Wenn du wöchentlich auf LinkedIn postest und regelmäßig einen Newsletter verschickst, sind rund 30 unterschiedliche Motive ein guter Richtwert. In mehreren Varianten und Formaten ergibt das genug Material für ein Jahr.
Brauche ich für Arbeitsszenen echte Klientinnen?
Nein. Eine Freundin oder Kollegin übernimmt die Rolle. Sie ist meist von hinten oder unscharf im Bild, der Fokus liegt auf dir und deiner Art zu arbeiten.
Was macht eine Fotografin für Coaches anders?
Sie plant die Bilder von deiner Positionierung aus und zeigt nicht nur dein Gesicht, sondern auch, wie du arbeitest. Bianca arbeitet seit 2023 auch als Mentorin für Sichtbarkeit mit Coaches und beginnt jedes Shooting mit einem Vorgespräch zu Positionierung und Bildideen.
Wo findet ein Personal Branding Shooting statt?
Dort, wo deine Klientinnen dich auch erleben würden. Für eine Bildwelt sind zwei bis drei Orte ideal, etwa Praxisraum, ein Café für lockere Szenen und ein Platz im Freien.
Wann brauche ich neue Fotos?
Wenn sich dein Angebot, deine Positionierung oder dein Aussehen deutlich verändert. Mit einem Ganztag hast du Bilder für ein Jahr. Danach lohnt sich ein Blick auf die Liste, welche Motive dir fehlen.


